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Der Ordensbruder Martin Luther

Zwei Wochen nach dem Schlüsselerlebnis in Stotternheim, am 17. Juli 1505, trat Martin Luther in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt ein. Er war von Beginn seiner Ordenszugehörigkeit an dafür bekannt, die Regeln sehr streng und genau auszuüben. Dieser Strenge, vor allem sich selbst gegenüber ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass er bereits im Frühjahr 1507 zum Diakon (erste Stufe des Weihesakraments als Diener im Gottesdienst) und wenige Monate darauf im April des gleichen Jahres zum Priester geweiht wurde.

Trotz seiner täglichen Bußübungen beschäftigte Luther aber eine zentrale Frage:

"Wie kriege ich einen gnädigen Gott?"

Er erkannte schnell, dass das Sakrament der Buße, wie auch die Beichte aller Sünden mit dem Ziel der Vergebung nicht Gottesfurcht, sondern vielmehr Gottesliebe voraussetzt. Selber empfand er sich als nicht in der Lage und unfähig aus reiner Liebe zum Herren anstelle von Angst vor der Bestrafung um Absolution zu bitten. Dies vereinnahmte ihn so sehr, dass sein Beichtvater Johann von Staupitz ihm empfahl, ein Theologiestudium aufzunehmen. Im Herbst 1508 wurde er schließlich nach Wittenberg versetzt. Nur ein halbes Jahr darauf  erwarb er den Grad "baccalarius biblicus", welcher es ihm erlaubte, fortan mit den Scholaren der Universität zu arbeiten. Wenige Monate darauf wurde er "baccalaureus sententiarius" und durfte nun selber die "Lombardischen Sentenzen" auslegen. Er kehrt auf Geheiß des Ordens kurze Zeit später nach Erfurt zurück.

Auf nach Italien

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Details über Luthers Reise nach Rom erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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