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Die Reformation setzt sich durch

 Leider waren nicht alle Anhänger der Reformation so gemäßigt eingestellt wie Martin Luther selber. Dank der Bibelübersetzung Luthers konnte nun auch der kleine Mann die Heilige Schrift sinngemäß und verständlich lesen und somit hinterfragten bald Viele das "alte Recht" und die gesonderten Ansprüche von Adel und Klerus. Bald rebelierten die ersten Bauern und es kam zu Aufständen.

Ein jähes Ende nahm der Aufstand der Thüringer Bauern allerdings, als am 15. Mai 1525 etwa 5000 Aufständische durch das Fürstenheer besiegt und ihr Anführer Thomas Müntzer kurze Zeit später in Mühlhausen enthauptet wurde. Doch der Reformationsgedanke lebte weiter und entwickelte sich in den kommenden Jahren von einer Volksbewegung zur Staatsangelegenheit.  Die Landesfürsten sollten sich ab sofort mit dem Thema auseinander setzen, um künftigen Aufständen vorzubeugen. Da sich in deutschsprachigen Gebieten zunächst kein katholischer Bischof der Reformation anschloss und Luther selbst - wie auch viele seiner Zeitgenossen - eine konfessionelle Vielfalt für nicht umsetzbar hielt, machte er sich  beim sächsischen Landesfürsten für eine umfangreiche Visitation der Kirche im Sinne des Evangeliums stark.

Zwei einschneidende Ereignisse sollten bald eine Lösung im Konfessionskonflikt herbeiführen:

Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer im Jahre 1529 setzten die katholischen Reichsstände die Duldungsaufhebung der Evangelischen durch. Darauf folgte unweigerlich die "Protestation zu Speyer", bei der sich die fünf evangelischen Fürstentümer und 14 Städte wehement gegen diesen Beschluss stellten. Seitdem nennt man die evangelischen Christen auch Protestanten.

Als Reaktion darauf verfasste Philipp Melanchton die "Confessio Augustana", das protestantische Glaubensbekenntnis, welches Luthers Anhänger ein Jahr später 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg Kaiser Karl vorlegten, um so den protestantischen Glauben reichsrechtlich anerkennen zu lassen. Karl der Fünfte duldete schließlich in beiderseitigem Einvernehmen die Schrift und bereitete damit den Weg zur Gleichberechtigung von katholischem und protestantischem Glauben. Luther selber konnte diesem Ereignis leider nicht beiwohnen. Er verbrachte diese Zeit als Geächteter auf der Veste Coburg.

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