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Kahla

Auf Luthers Weg zur Kanzel lag ein zerbrochenes Kruzifix

Zur wechselvollen Vergangenheit des Städtchens Kahla gehört auch ein kurzer Besuch Martin Luthers. Er galt vor allem dem hier wirkenden radikalen Reformer Andreas Bodenstein (1486-1541), genannt Karlstadt. Eine Gedenktafel an der stadtbildprägenden Margarethenkirche teilt mit, dass „in der Zeit der Bilderstürmerei Dr. Martin Luther hier am 23. August 1524“ predigte. Wie tags zuvor schon in Jena, versuchte er auch hier, Karlstadts Einfluss zurückzudrängen und die bereits aufgekommenen Unruhen einzudämmen. Die mit Karlstadt offen sympathisierende Gemeinde soll Luther bei seinem Gang auf die Kanzel provoziert haben mit einem Kruzifix, das man ihm zerbrochen in den Weg legte. Was er, wie es heißt, „übersehen“ haben soll. In der Stadt an der Saale wurde Luthers späterer enger Freund und musikalischer Berater, der Komponist Johann Walter (1496-1570), geboren. 

Museum Leuchtenburg Seitenroda

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In der neuen Ausstellung zur Gerichtsbarkeit erfährt der Besucher u.a., wie vor allem Wiedertäufer auf der Leuchtenburg inhaftiert und von namhaften Persönlichkeiten der Reformation wie Philipp Melanchthon und Caspar Cruciger verhört wurden.

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