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Luther- Worte, die wir vermisst hätten

Oder: Wer sind Krethi und Plethi?

Er hat uns mehr hinterlassen als ein paar kluge Redewendungen: Als Martin Luther die Bibel übersetzte, schuf er aus ober- und niederdeutschen Dialekten die deutsche Schriftsprache. Manchmal rang er lange um die Übertragung einzelner Ausdrücke und erfand starke Bilder wie "Mit Blindheit geschlagen sein" oder "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein".

Und Krethi und Plethi? Eventuell sind des die Kreter und Philister, ein aus Ausländern bestehender Teil der Streitmacht des Königs David. Heute würde man statt "Krethi und Plethi" wohl "Hinz und Kunz" sagen.

Übrigens: Luther hat in der Bibel auch erstmals recht durchgängig Substantive groß geschrieben.

 

"Aufs Maul geschaut"
Luther- Worte in unserem täglichen Sprachgebrauch:

  • Perlen vor die Säue werfen
  • im Dunkeln tappen
  • sein Licht unter den Scheffel stellen
  • für immer und ewig
  • aus seinem Herzen eine Mördergrube machen
  • die Zähne zusammenbeißen
  • ein Buch mit sieben Siegeln
  • mit Feuereifer dabei sein
  • ein Machtwort sprechen
  • im Schweiße des Angesichts
  • etwas ausposaunen
  • auf Sand bauen
  • Wolf im Schafspelz
  • der große Unbekannte
  • Lückenbüßer, Lästermaul, Lockvogel
  • friedfertig sein
  • Bluthund, Feiertaufe, Schandfleck
  • und viele, viele mehr ...
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