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Martin und Katharina

Zu Ostern im April 1523 fassten neun Nonnen des Zisterzienserinnenkloster Nimbschen bei Grimma den Beschluss zu fliehen. Unter ihnen: Katharina von Bora. Sie stammte aus einer Familie des sächsischen Landadels und wurde schon früh von ihren Eltern ins Kloster geschickt. Nachdem sie die ersten kritischen Schriften Luther zu lesen bekam, bat sie den Reformator bald direkt um Hilfe. Dieser schickte Katharina und ihren gleich gesonnenen Ordensschwestern einen mit Heringsfässern beladenen Karren und ermöglichte ihnen so die Flucht nach Wittenberg.

Die junge Frau kam unter anderem bei den Cranachs in Wittenberg unter. Nach einigen erfolglosen Versuchen der Heiratsvermittlung und nachdem auch Luther nicht seine damalige Auserwählte hatte heiraten dürfen, beschlossen die beiden schließlich den Ehebund zu schließen. Am 13. Juni 1525 verlobten sich die beiden. Gerade einmal 14 Tage später am 27. Juni feierten sie Hochzeit.

Katharina, genannt "Die Lutherin", unterstütze ihren Mann zeitlebens und sorgte mit der Unterbringung seiner Studenten für ein kleines Einkommen. Martin und Katharina Luther hatten 3 Töchter und 3 Söhne, welche alle in Wittenberg geboren wurden. Heute leben ca. 2800 Nachkommen der Familie Luther.

Luther litt aufgrund seines Lebenswandels unter enormen psychischen sowie physischen Belastungen, die unter anderem der Grund für zahlreiche teils chronische Erkrankungen waren. Am bekanntesten ist dabei wohl sein Nierensteinleiden, welches durch den Genuss des reinen Quellwassers aus dem Tammichgrund bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald wie durch Zauberei verschwand. Heute erinnert der Lutherbrunnen an das "Wunder der Heilung".

Es ist geschafft!

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Wie sich der Reformationsgedanke festigt und schließlich das Evangelium offiziell anerkannt wird, erfahren Sie im nächsten Abschnitt aus Luthers Leben.

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Luther to go

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