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Professor Dr. Martin Luther

Nach seiner Rückkehr nach Erfurt siedelte Luther wahrscheinlich auf den Rat Staupitz' hin im September 1511 nach Wittenberg um. Er bewarb sich für ein Doktorat an der Universität und wurde schließlich ein Jahr später zum "Doctor Theologiae" promoviert. Als Staupitz' Nachfolger übernahm er den Lehrstuhl "Lectura in Biblia" für Bibelauslegungen, welchen er bis zu seinem Lebensende behielt.

Er hielt Vorlesungen über die Psalmen der Paulusbriefe von denen heute noch Originalmanuskripte und Nachschriften erhalten sind. In dieser Zeit lässt sich durch die ausreichend vorhandenen Belege sehr gut nachvollziehen, wie sich sein Verständnis und seine Auffassung der Texte gewandelt hat und es schließlich gar zum Bruch mit den Lehren der römisch-katholischen Kirche kam. Anfangs folgte er noch dem Schema des "vierfachen Schriftsinns" (buchstäblich, allegorisch, moralisch, anagogisch) auf Jesus Christus. Bereits hier formte er aber die Auslegungen schon auf den Glauben des Einzelnen um und stellte die schon eine Beziehung zu der Gnade Gottes her.

Im Jahr 1514 wurde er mit gerade einmal 31 Jahren zum Provinzialvikar ernannt und übernahm neben seiner Lehrtätigkeit an der Wittenberger Universität umfangreiche Leitungsaufgaben in seinem Orden.

Die Wende in Luthers Leben

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Erfahren Sie im nächsten Abschnitt, wie sich das Glaubensverständnis Martin Luthers grundlegend veränderte.

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