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Stotternheim

Ein Blitz veränderte Luthers Leben

Seit 1501 war „Martinus ludher ex mansfeldelt“ in die Matrikel der Universität Erfurt eingetragen. Nur wenige Wochen nach Beginn des Sommersemesters 1505 trieb es den 21-jährigen zu den Eltern ins heimatliche Mansfeld. Auf dem Rückweg - Erfurt sah er bereits vor sich – ereignete sich über der Flur des Ortes Stotternheim am 2. Juli jenes legendäre Gewitter, welches Martin Luthers Leben eine entscheidende Wende geben sollte. Jahrzehnte danach erinnert er sich in einer Tischrede: „... dass er durch einen Blitzstrahl bei Stotternheim nicht weit von Erfurt derart erschüttert worden sei, dass er im Schreck gerufen habe: ‚Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!’“ Die Heilige Anna, die Schutzpatronin der Bergleute, bei Gewitter anzurufen, war üblich. Der Hilferuf war ein Notgelübde, das ihn kirchenrechtlich nicht band, dem Luther sich aber verpflichtet fühlte.

Die Stelle an welcher Luther fürchtete, vom Blitz erschlagen zu werden, markiert seit Jahrzehnten ein überlebensgroßer Steinblock.


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